SYNERGIE 2000

17. und 18. Juni 2000 in Sulgen

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PRESSEBERICHTE

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  •   19. Juni 2000

 

  • 19. Juni 2000

Berichte im Vorfeld:

  • Neuer Anzeiger, Oberthurgauer Nachrichten und viele mehr.
    (
    Leider können wir aus Kapazitätsgründen nicht mehr alle Presseberichte veröffentlichen.)
  • ...

Berichte bis Ende Mai 2000:

 


Berichte bis Ende Mai 2000:

Neuer Anzeiger, Freitag 26. Mai 2000

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Sulgen: Synergie 2000 bietet Einblick in Militär, Feuerwehr, Polizei und Sanität

Spektakuläre Aktionen

«Gaffen» erwünscht: Für einmal sind Zuschauerinnen und Zuschauer am Unfallort erwünscht. Bei den Rettungen und Aktionen im Rahmen von Synergie 2000 geht es nicht um Leben und Tod, sondern darum, dem Publikum die Leistungsfähigkeit der Rettungsdienste aufzuzeigen.

RITA KOHN DEL'AGNESE

Seit über zwei Jahren ist Initiant Markus Dürig mit seinem Team an der Arbeit, nun geht es in den Endspurt für Synergie 2000. Die Sicherheitstage in Sulgen, die am Samstag, 17. Juni, und Sonntag, 18. Juni, im Gebiet Auholz stattfinden werden, wollen dem Publikum einen Einblick in die Arbeit der verschiedensten Rettungsdienste bieten. Das gewählte Konzept scheint sich nun zu bewähren, es verspricht dem Publikum in Sulgen zwei abwechslungsreiche und informative Tage.

Helikopter und Grenadiere

Noch vor wenigen Wochen waren es lediglich provisorische Ankündigungen, nun steht es fest: Dem Publikum wird von den teilnehmenden Rettungsdiensten wie Militär, Polizei, Zivilschutz, Feuerwehr und Sanität einiges geboten. So

Nach dem erwarteten Anflug der Rega wird es nochmals Helikoptergeräusche am Sulger Himmel geben: Die Polizeigrenadiere zeigen ihre Einsatzmöglichkeiten via Helikopter. In einem weiteren Block wird am Samstagnachmittag ein Unfall simuliert. Anhand diesem Ereignis kann sich das Publikum ein Bild über das Zusammenspiel der verschiedenen Beteiligten bei der Rettung von Verletzten machen.
Spektakuläres ist schliesslich auch vom letzten Block am Samstagnachmittag zuerwarten: Das Militär wird ein Erdbebentrümmerfeld aufbauen und in einer

Neues Rettungsfahrzeug

Das Programm des Sonntags steht jenem vom Samstag in nichts nach. Mit Sonderschauen vertreten sind erneut polizeiliche Sondergruppen, die die Zugriffsmöglichkeiten auf eine signalisierte Täterschaft darstellen. Ausserdem wird Mitte Nachmittag der Einsatz bei einem derzeit noch geheimen Grossereignis simuliert. Einer der Höhepunkte wird die Übergabe des neuen Rettungsfahrzeuges an den Rettungsdienst des Kantonsspitals Münsterlingen darstellen. Die Bevölkerung kann sich gleich an Ort und Stelle von der Leistungsfähigkeit solcher Fahrzeuge überzeugen. Auch am Sonntag finden von 11 bis 18 Uhr Demonstrationen, Präsentationen, Videoaufführung und der Postenlauf statt. Die Festwirtschaft hält, wie bereits am Samstag, ein günstiges Mittagessen für die gesamte Bevölkerung bereit.

Gutes Echo

Bis jetzt haben Markus Dürig und sein Team von verschiedenster Seite ein gutes Echo auf die geplanten Sicherheitstage erhalten. Unterstützt wird der Anlass nicht nur von den beiden Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg, sondern auch vom Zivilschutz, der Feuerwehr, der Polizei, der Rega, dem Samariterverein, der Armee Rttg Trp, dem Spital Münsterlingen, dem BFU (Bundesamt für Unfallverhütung), der Tony Brändle AG und der Thurgauer Gebäudeversicherung. Finanziert wird der Anlass hauptsächlich über Sponsoren, zwei Sponsorenwände sind in Sulgen und Kradolf aufgestellt.


 

Bodensee Tagblatt, Donnerstag 25. Mai 2000

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Den Rettungsdiensten nahe kommen

Synergie 2000 in Sulgen bietet Einblick in die Arbeit von Militär, Feuerwehr und Sanität

«Gaffen» erwünscht: Für einmal sind Zuschauerinnen und Zuschauer am Unfallort erwünscht Bei den Rettungen und Aktionen im Rahmen von Synergie 2000 geht es nicht um Leben und Tod, sondern darum, dem Publikum die Leistungsfähigkeit der Rettungsdienste aufzuzeigen.

RITA KOHN DELL'AGNESE

SULGEN. Seit über zwei Jahren ist Initiant Markus Dürig mit seinem Team an der Arbeit nun geht es in den Endspurt für Synergie 2000. Die Sicherheitstage in Sulgen, die am Samstag, 17 Juni, und Sonntag, 18. Juni, im Gebiet Auholz stattfinden werden, wollen dem Publikum einen Einblick in die Arbeit der verschiedensten Rettungsdienste bieten. Das gewählte Konzept scheint sich nun zu bewähren, es verspricht dem Publikum in Sulgen zwei abwechslungsreiche und informative Tage.

Spektakuläre Aktionen

  Noch vor wenigen Wochen waren es lediglich provisorische Ankündigungen, nun steht es fest: Dem Publikum wird von den teilnehmenden Rettungsdiensten wie Feuer In einem weiteren Block wird am Samstagnachmittag ein Unfall simuliert Anhand dieses Ereignisses kann sich das Publikum ein Bild über das Zusammenspiel der verschiedenen Beteiligten bei der Rettung von Verletzen machen. Spektakuläres ist schliesslich auch vom letzten Block am Samstagnachmittag zu erwarten: Das Militär wird ein Erbebentrümmerfeld aufbauen und in einer Simulation aufzeigen, wie nach einem Erdbeben Verschüttete aus den Trümmern geborgen werden müss Ausserdem steht eine leistungsfähige Festwirtschaft zur Verfügung.

Neues Rettungsfahrzeug

  Das Programm des Sonntags steht jenem vom Samstag in nichts nach. Mit Sonderschauen vertreten sind erneut polizeiliche Sondergruppen, die die Zugriffsmöglichkeiten auf eine signalisierte Täterschaft darstellen. Ausserdem wird Mitte Nachmittag der Einsatz bei einem derzeit noch geheimen Grossereignis simuliert Einer der Höhepunkte wird die Übergabe des neuen Rettungsfahrzeuges an den Rettungsdienst des Kantonsspitals Münsterlingen darstellen. Die Bevölkerung kann sich gleich an Ort und Stelle von der Leistungsfähigkeit solcher Fahrzeuge überzeugen. Auch am Sonntag finden von 1 1 bis 18 Uhr Demonstrationen, Präsentationen, Videoaufführung und der Postenlauf statt Die Festwirtschaft hält wie bereits am Samstag, ein günstiges Mittagessen für die gesamte Bevölkerung bereit.

Gutes Echo

  Bis jetzt haben Markus Dürig und sein Team von verschiedenster Seite ein gutes Echo auf die geplanten Sicherheitstage erhalten. Unterstützt wird der Anlass nicht nur von den beiden Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg, sondern auch vom Zivilschutz, der Feuerwehr, der Polizei, der Rega, dem Samariterverein, der Armee Rttg Trp, dem Spital Münsterlingen, dem BfU (Bundesamt für Unfallverhütung), der Tony Brändle AG und der Thurgauer Gebäudeversicherung. Finanziert wird der Anlass hauptsächlich über Sponsoren - zwei Sponsorenwände sind in Sulgen und Kradolf aufgestellt. Weitere Informationen über die geplanten Sicherheitstage Synergie 2000 sind auf dem Internet unter www.2000i.ch/synergie abzurufen.

 


 

Thurgauer Tagblatt, Donnerstag 25. Mai 2000

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Polizeieinsatz aus der Luft

<<Synergie 2000>> übertrifft alle Erwartungen - auch die Polizeigrenadiere sind mit dabei

SULGEN - Bereits in drei Wochen steigt in Sulgen eines der ehrgeizigsten Projekte dieses Jahres - «Synergie 2000». Zehn Verbände, darunter zwei Helikoptereinheiten, werden am 17. und 18. Juni eindrücklich demonstrieren, welche Hilfeleistungen der Schweizer Bürger im Falle einer Katastrophe erwarten darf.

VON BEAT WARTENWEILER

«Ich fühle mich sauwohl», erklärt Markus Dürig, OK-Präsident von «Synergie 2000». Unter seiner Leitung haben sich die Sicherheitsdienste der Region Sulgen-Kradolf-Schönenberg Anfang 1999 zusammengetan, um ein Projekt zu lancieren, welches der Bevölkerung das Zusammenwirken von Feuerwehr, Zivilschutzorganisationen und Samariterverein näherbringen soll.

    Action am Himmel

Aus der Idee hat sich ein Projekt mit insgesamt zehn teilnehmenden Institutionen oder Organisationen entwickelt, darunter auch der Rettungsdienst des Kantonsspitals Münsterlingen, die Rega oder die Armee-Rettungstruppen. Als weiteren und spektakulären Höhepunkt konnte Dürig jetzt die Teilnahme von Polizeigrenadieren bekanntgeben, welche mit Helikoptereinsätzen eindrücklich den Stand von Technik und Ausbildung demonstrieren werden.
Die Vorbereitungen sind nach insgesamt vierzehn OK-Sitzungen und unzähligen bilateralen Besprechungen nahezu abgeschlossen. Die Standorte für die einzelnen Aktionen sind bestimmt, Parkplätze vorbereitet und die etwa 150 Helfer auf dem Platz instruiert.

Synergie 2000 sei weit grösser geworden, als geplant und erwartet, erklärte Dürig. Überrascht und gleichermassen erfreut ist er über das positive Echo von Behörden, Vereinen und Schulen. Ganze Klassen hätten sich angemeldet, um zu sehen, wie die Rettungsdienste arbeiten.

    Grosse Akzeptanz auch bei Lokal- und Kantonspolitikern

Auch die regionalen Politiker, allen voran die Gemeindeamänner von Sulgen und Kradolf-Schönenberg, Hans Ziegler und Jakob Stark, stünden voll und ganz hinter dem Projekt. Langsam träfen auch die Anmeldungen von Repräsentanten auf kantanaler Ebene ein. «Insgesamt sechzig Persönlichkeiten haben wir angeschrieben», erklärte Dürig. Darunter auch Nationalrat Werner Messmer oder der neugewählte Regierungsrat Claudius Graf-Schelling. Die Anfrage an Bundesrat Adolf Ogi sei leider negativ beantwortet worden.

Die Erkenntnis, dass mit solcher moralischer Unterstützung grosse Projekte mit wenig Geld realisiert werden können, sei eine grossartige Erfahrung, dankt Dürig allen Beteiligten für Interesse und Mithilfe. Trotz der Grösse des Projektes werden über Gönner und in Form von Sachleistungen «bescheidene» 25 000 Franken eingesetzt. Nicht zu verwechseln sei «Synergie 2000» also mit den Sicherheitstagen an der Wega in Weinfelden. Die beiden Projekte seien ganz unterschiedlich, erklärte der OK-Präsident.

    Reto Scherrer als Speaker

Am Wochenende vom 17. und 18. Juni wird in Sulgen tatsächlich aus dem Vollen geschöpft. Die Musikgesellschaften von Sulgen und Kradolf-Schönenberg werden aufspielen, eine Festwirtschaft wird die Besucher verwöhnen und auch der Postenlauf ist jetzt endgültig zu Faden geschlagen. Hier freut sich Dürig über die besonderen Preise wie etwa die Flüge mit «Tante Ju» für zwei Personen oder die persönliche Führung der Seepolizei inklusive Fahrt mit einem Polizeiboot. Auch diesen Preis gibt es für zwei Personen.

Auch für die Show ist gesorgt. Kein geringerer als Reto Scherrer von Radio Top wird als Platzspeaker bei den vielen Demonstrationen agieren. Zweifellos eine Herausforderung für den beliebten Moderator. Aber, meinte Dürig, Reto Scherrer würde für diese anspruchsvolle Aufgabe bestens eingewiesen und vorbereitet. Zudem stünden ihm die jeweiligen Ereignis-Chefs zur Seite.

Die vierzehnte OK-Sitzung von Mittwochabend sei vielleicht nochmals für eine Überraschung gut ' meinte der sichtlich zufriedene Hauptinitiant von «Synergie 2000». Allerdings wolle er jetzt noch nicht alles Pulver verschiessen.


 

Neuer Anzeiger, Dienstag 4. März 2000

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Sulgen: Wie steht es um das Projekt Synergie 2000? - Interview mit Markus Dürig

«Rettungsarbeit näher bringen»

Am 17. und 18. Juni finden in Sulgen unter dem Motto «Synergie 2000» zwei Sicherheitstage statt. Die Bevölkerung erhält die Möglichkeit geboten, die Arbeit verschiedenster Rettungsorganisationen hautnah mitzuverfolgen. Die Idee stammt von Markus Dürig, Zivilschutzchef in Sulgen und Kradolf-Schönenberg.

In den letzten Monaten war immer wieder von Synergie 2000 die Rede. Markus Dürig, Sie leiten das OK Synergie 2000. Was steckt hinter diesem Slogan?
Markus Dürig: Unter dem Motto Synergie 2000 werden in Sulgen zwei Sicherheitstage stattfinden. Die Tage richten sich an die ganze Bevölkerung und sollen der Öffentlichkeit die verschiedenen Rettungsdienste und Rettungsorganisationen näher bringen.

Welche Dienste hat denn das OK für Synergie 2000 gewinnen können?
Markus Dürig: Mitmachen werden die verschiedensten Dienste, die mit der Sicherheit der Bevölkerung zu tun haben. Konkret sind dies die Armee Rttg Trp, die Bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung), die Feuerwehr, die Firma Tony Brändle AG (Nutzfahrzeuge), die Polizei, die Rega, der Samariterverein, die Thurgauische Gebäudeversicherung, der. Rettungsdienst des Kantonsspitals Münsterlingen und der Zivilschutz.

(Markus Dürig setzt sich für das Projekt Synergie 2000 ein. - Bild Rita Kohn Dell'Agnese)

Wie kam es zur Planung der Sicherheitstage?
Markus Dürig: Den Stein habe ich als Chef Zivilschutz in Sulgen im Jahr 1997 ins Rollen gebracht. Ich habe mir überlegt, wie ich den Zivilschutz publikumsnah präsentieren kann. Ich wollte der Öffentlichkeit zeigen, was Zivilschutz heute ist. Durch das, was der Zivilschutz heute präsentiert, war dann aber schnell klar, dass die Präsentation nicht über den Zivilschutz alleine, sondern in Zusammenarbeit mit anderen Rettungsdiensten erfolgen muss.

Wie lange ist das OK nun schon an der Arbeit?
Markus Dürig: Als ich mich 1997 mit der Idee befasste, habe ich ein kleines Konzept erarbeitet. Anfang 1998 habe ich die anderen Organisationen angeschrieben und das Konzept vorgestellt. Die Sache stiess sehr schnell auf ein positives Echo. Die Organisationen zeigten Interesse daran, an der Leistungsschau teilzunehmen. Im Herbst 1998 habe ich dann ein Grobkonzept ausgearbeitet und an die
politischen Behörden in Sulgen und in Kradolf-Schönenberg weitergeleitet. Die Reaktion war zwar nicht gerade euphorisch, aber ich bekam grünes Licht für die Durchführung der Sicherheitstage. Anschliessend habe ich alle Organisationen zusammengezogen und an einer ersten Sitzung das Konzept vorgestellt. Nachdem die Organisationen nochmals ihren Willen bekundet haben, an den Sicherheitstagen mitzuwirken, haben wir ein OK gegründet. Bis heute hat das OK in neun Sitzungen das definitive Tagesprogramm, die einzelnen Organisationspräsentationen, die Szenarien (Einsatz im Verbund) und vieles mehr für die beiden Sicherheitstage fixiert.

Was darf an den beiden Tagen denn erwartet werden?
Markus Dürig: Im Gebiet Auholz in Sulgen wird während zwei Tagen von 11 bis 18 Uhr eine konstante Präsentation aller beteiligten Organisationen stattfinden. Diese erfolgt über Demos, Postenläufe, Videos und einen Wettbewerb. Es soll ein Verkehrsunfall realitätsnah simuliert werden, ausserdem werden die Gäste die Rettungsmassnahmen nach einem Erdbeben verfolgen können. Geplant ist auch ein Grossereignis wie ein Flugzeugabsturz oder ein Eisenbahnunglück zu simulieren. Was genau soll noch nicht verraten werden.

Wie wird das ganze Vorhaben finanziert? 
Markus Dürig: Wir dürfen, auf Beiträge der beiden beteiligten Gemeinden zählen. Dann ist für uns auch die Unterstützung durch verschiedene Gönner sehr wichtig. Wir realisieren eine Aktion mit Gönnerwand in Form eines grossen Puzzles, die bereits Anklang gefunden hat. Wir sind auf dem besten Weg, das Budget vollumfänglich einhalten zu können.

Mit welchen Ausgaben rechnen Sie?
Markus Dürig: Da wir viel mit Gönnerbeiträgen und Sachleistungen realisieren können, ist es jetzt zu früh hierzu genaue Zahlen bekannt zu geben.

Tragen die Besucherinnen und Besucher einen Teil der Kosten?
Markus Dürig: Der Eintritt ist frei. Aber wir hoffen natürlich, dass wir mit der Festwirtschaft einen Beitrag zu den Gesamtkosten erarbeiten können. Auf jeden Fall sollen die Tage für unsere Besucherinnen und Besucher zu einem positiven und informativen Erlebnis werden.

Interview: Rita Kohn Dell'Agnese 

 


Thurgauer Tagblatt, Donnerstag 20. Januar 2000

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Sicherheitstage Sulgen

Das Interesse an <<Synergie 2000>> übertrifft die Erwartungen der Organisatoren

SULGEN (war) Markus Dürig ist Chef der Zivilschutzorganisation Sulgen-Kradolf-Schönenberg und wollte der Bevölkerung einfach die Sicherheitsdienste der Region näher bringen. Aus dem bescheidenen Anliegen ist «Synergie 2000» entstanden, ein Projekt mit elf mitwirkenden Organisationen und einem beeindruckenden Programm.

«Wie können wir die Akzeptanz des Zivilschutzes erhöhen, damit wir endlich vom Bunkerdenken wegkommen?» Das sei die zentrale Frage und der Ursprung von Synergie 2000 gewesen, meinte Markus Dürig. Ein Tag der offenen Tür sei ihm zu wenig reizvoll erschienen, und so habe er im Frühjahr 98 Organisationen wie Feuerwehr, Armee oder Rega angefragt, ob sie interessiert seien. Erfreut habe er zur Kenntniss genommen, wie positiv alle reagiert hätten.

(Das Logo für Synergie 2000. Zehn hochkarätige Organisationen haben ihre Teilnahme zugesichert.)

Grosse Akzeptanz von aussen

Nach dieser erfreulichen Entwicklung hätte sehr schnell ein Konzept erarbeitet werden müssen, denn auch die Politiker wollten überzeugt sein. Erste Gespräche mit der Zivilschutzkommission seien wohl nicht auf Ablehnung gestossen, hätten aber auch nicht allzu grosse Begeisterung ausgelöst, sei doch das Projekt für einen Einzelnen als zu gross klassiert worden. Im Oktober 98 habe er das Projekt an der Delegiertenversammlung von Feuerwehr und Zivilschutz präsentiert und habe von dort - wenn auch nicht gerade euphorisch - grünes Licht erhalten.

Auch die Rega ist mit dabei

m November seien alle denkbaren Teilnehmer zu einer Information eingeladen und auch das OK gegründet worden. Ein geeignetes Werbemittel für die Finanzierung sei gesucht und mit einer Gönnerwand auch gefunden worden. Gemeinden und Gewerbe können Werbefläche in Form eines Puzzleteiles mieten. Die Tafel selbst werde zwei Monate vor dem eigentlichen Anlass in Sulgen-Kradolf-Schönenberg platziert. «Die Finanzierung des Anlasses ist auf bestem Weg», freut sich Dürig.
Ein fast erfreulicher Wermutstropfen sei das erste Logo gewesen. Sie hätten dieses nämlich ändern müssen, weil sich immer mehr Organisationen zur Teilnahme bereit erklärt hätten. Mittlerweile seien es deren elf, darunter Schwergewichte wie Rega, Armee, Rettungstruppen oder der Rettungsdienst des Kantonsspitals Münsterlingen. Natürlich seien auch der Zivilschutz, Polizei, Feuerwehr, die Spezialfahrzeugbaufirma Tony Brändle AG, das BFU und die Thurgauische Gebäudeversicherung mit dabei.
Auch das Programm selber sei ein ganz besonderes. Die Schnelleinsatztruppen Rega, Feuerwehr und Polizei würden in Echtzeit Einsätze leisten und sämtliche beteiligten Organisationen würden bei einem Grossrettungseinsatz demonstrieren, wer wann und womit zum Einsatz kommt. Während der ganzen Öffnungszeiten der Sicherheitstage würden sich zudem alle Einheiten ständig an Vorführungen beteiligen, und es werden Videos über Einsätze abgespielt.

Synergie 2000 - mehr als eine Show

Dürig kommt ins Schwärmen, wenn er von den Sicherheitstagen erzählt und ist vom Erfolg und vor allem von der Notwendigkeit überzeugt. «Gerade die letzten Monate haben aufgezeigt, welche Gewalt die Natur haben kann und wie hilflos der Mensch diesen Mächten gegenübersteht. Die Ereignisse haben gezeigt, wie wichtig rasches Retten, Helfen und Schützen ist!».

Synergie 2000 beziehungsweise die Sicherheitstage in Sulgen werden am 17. und 18. Juni durchgeführt. Die Themen «Feuer und Flamme 2000», «Schlagkraft 2000», «Einsatz 2000», «Rettung 2000» und «Rettungsverbund 2000» sollen aufzeigen, wie geballte Kraft wirken kann, was es bedeutet, Synergien zu nutzen.

Überzeugend

Markus Dürig (39), Initiant von Synergie 2000, beantwortet dem TTW Fragen zum Projekt.

Thurgauer Tagblatt Was motivierte Sie zu diesem Projekt?
Mit «Synergie 2000» kann ich der Bevölkerung die Rettungsdienste viel näher bringen und auch aufzeigen, wie wichtig gut funktionierende und harmonierende Rettungseinheiten für uns alle sind.

Zivilschutz, in der Praxis belächelt. Lohnt sich der Aufwand?
Ja. Gerade die vergangenen Monate haben klar und deutlich gezeigt, dass wir sämtliche Rettungsdienste in Form eines gesamten Bevölkerungsschutzes brauchen. Die Einsätze bei Hochwasser, Erdrutschen, Explosionen oder Lawinen haben unmissverständlich gezeigt, in welche Richtung wir mit den Rettungsdiensten gehen müssen.

Glauben Sie an Zivilschutz und Rettungsdienste, kurz an den Inhalt von Synergie 2000?
Ich bin überzeugt von den Rettungsdiensten. Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass die Akzeptanz gewisser Einheiten erst nach einem Schadenfall zum Tragen kommt.

Negative Erlebnisse während der Vorbereitungen?
Leider wird auf gewissen Ebenen immer noch gegeneinander, statt miteinander gearbeitet.

Interview: Beat Wartenweiler

 


Startschuss, 1999

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Startschuss zu <<Synergie 2000>>

SULGEN (pd) Hinter dem Namen «Synergie 2000» verbergen sich die Sicherbeitsdienste der Region Sulgen-Kradolf-Schönenberg, bestehend aus Feuerwehr, Zivilschutzorganisation und Samariterverein.

Unter der Leitung von OK-Präsident Markus Dürig haben diese drei Organisationen Anfang 1999 mit den Vorbereitungsarbeiten für die Sicherheitstage im Juni 2000 begonnen, an denen sie der Bevölkerung das Zusammenwirken (Synergie) der Sicherheitsdienste aktiv näherbringen wollen.

  Wichtige Zusammenarbeit

  Gerade in letzter Zeit wird uns immer wieder vor Augen geführt, wie wichtig gut funktionierende Sicherheits- dienste sind. Zwischen den rasch einsatzbereiten Sicherheitsorganisationen Polizei, Feuerwehr, Samariterverein und REGA und den für längere Einsätze eingerichteten Organisationen Zivilschutz und Militär braucht es ein gehöriges Mass an Zusammenarbeit, Kommunikation und gemeinsamen Vorbereitungen.

  Verschiedene Organisationen üben gemeinsam

  Um den Anlass «Synergie 2000» in einen grösseren Zusammenhang stellen zu können, werden sich auch die Kantonspolizei, die Armee mit Rettungstruppen, die REGA und die Firma MOWAG Kreuzlingen (Nutzfahrzeuge) beteiligen. Weitere zusätzliche Organisationen haben ebenfalls ihr Interesse an diesem Anlass signalisiert.

  Präsentation im Auholz

  lm Gelände zwischen dem Auholzsaal in Sulgen (Feuerwehrdepot) und dem Schulhaus Befang (Zivilschutzanlage) wird mittels Präsentationen und Übungen so ziemlich alles gezeigt, was der Sicherheit der Bevölkerung dient. Reservieren Sie sich daher schon heute den 17. und den 18. Juni 2000.

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